Die Insel im Bleder See mit der Wallfahrtskirche, umgeben von grünem Wald

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Slowenien & Italien

Ein ganzer Tag im Nachbarland: Logartal gleich hinter der Grenze, Bled und das Soča-Tal, Ljubljana, Tarvis und Friaul – bis ans Meer und nach Venedig.

32 Zielesortiert nach Entfernung ab unserem Haus

Foto: Viktor Rucký, CC0, via Wikimedia Commons

Gleich hinter der Grenze: Logartal & Maribor 5

Logartal (Logarska dolina)47 km · 59 Min. mit dem AutoDas Logartal in den Steiner Alpen gilt als eines der schönsten Gletschertäler Europas – und es liegt erstaunlich nah.
Straße durch das grüne Logartal, umrahmt von den Gipfeln der Steiner Alpen
Foto: niksnut, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Das Logartal in den Steiner Alpen gilt als eines der schönsten Gletschertäler Europas – und es liegt erstaunlich nah. Über Bad Eisenkappel und den Paulitschsattel (ca. 1.340 m), dessen Passhöhe zugleich die Grenze ist, erreichen Sie in rund einer Stunde das Tal bei Solčava. Die Passstraße ist schmal und kurvig – fahren Sie gemütlich, die Landschaft lohnt jede Minute.

Im Tal führt eine mautpflichtige Straße zwischen Almwiesen und senkrechten Felswänden bis zum Talschluss. Von dort sind es nur etwa 10–20 Gehminuten zum rund 90 Meter hohen Rinka-Wasserfall, einem der höchsten frei fallenden Wasserfälle Sloweniens. Im Tal gibt es weitere Wasserfälle wie den Palenk-Fall und einfache Gasthäuser mit slowenischer Hausmannskost. Fußgänger und Radfahrer zahlen keine Maut.

am schönsten Mai bis September

Auf einen Blick

  • Rinka-Wasserfall ca. 90 m, Naturdenkmal
  • Anfahrt über den Paulitschsattel (Pavličevo sedlo), ca. 1.340 m
  • Maut für Pkw im Landschaftspark; Fußgänger und Radfahrer frei

Unser Tipp

  • Früh losfahren – am Vormittag ist es ruhiger.
  • Bargeld für die Maut und Ausweis bzw. Reisepass mitnehmen.
  • Alternative Rückfahrt über den Seebergsattel und Jezersko.
Uršlja gora (Ursulaberg)50 km · 1 Std. 5 Min. mit dem AutoDie Uršlja gora ist mit 1.699 Metern der östlichste Gipfel der Karawanken.
Gipfelbereich der Uršlja gora mit Berghütte und der weißen Kirche St. Ursula, dahinter Hügelland
Foto: Ursska, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Uršlja gora ist mit 1.699 Metern der östlichste Gipfel der Karawanken. Knapp unter dem Gipfel steht die Kirche der heiligen Ursula, deren Bau 1584 begann und die dem Berg den Namen gibt, gleich daneben die Berghütte Dom na Uršlji gori und ein Fernsehsender. Der Rundblick reicht über das Mießtal und das Kärntner Unterland bis zu Petzen, Bachern und den Steiner Alpen.

Ein bequemer Ausgangspunkt ist die mit dem Auto erreichbare Hütte Koča na Naravskih ledinah (1.072 m) oberhalb von Črna na Koroškem. Von dort führt ein markierter, leichter Weg über Wiesen, Waldstücke und einen Forstweg auf den Westgrat und in etwa eineinhalb Stunden zum Gipfel, rund 600 Höhenmeter. Zurück gehen Sie auf demselben Weg. Rechnen Sie mit drei bis vier Stunden inklusive Pause, feste Schuhe und eine Jacke für den oft windigen Gipfel gehören dazu.

Mai–Oktober

Auf einen Blick

  • Gipfel 1.699 m, östlichster Karawankengipfel
  • Kirche St. Ursula auf 1.696 m, Baubeginn 1584
  • Aufstieg ab Naravske ledine ca. 1,5 Std., rund 600 Hm
  • Berghütte Dom na Uršlji gori (1.680 m) direkt neben der Kirche

Unser Tipp

  • Fragen Sie vorab beim Tourismusbüro Črna na Koroškem nach, ob die Gipfelhütte geöffnet hat.
  • Von Naravske ledine aus können Sie zuerst zur Hütte oder direkt zum Gipfel gehen und so eine kleine Runde machen.
Mozirski gaj – Blumenpark in Mozirje76 km · 1 Std. 30 Min. mit dem AutoAm rechten Ufer der Savinja in Mozirje haben Gärtner und Einheimische aus einer verwilderten Gemeindeweide seit den 1980er-Jahren einen rund 7 Hektar großen Blumenpark gemacht.
Springbrunnen zwischen Blumenbeeten im Blumenpark Mozirski gaj
Foto: Silverije, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Am rechten Ufer der Savinja in Mozirje haben Gärtner und Einheimische aus einer verwilderten Gemeindeweide seit den 1980er-Jahren einen rund 7 Hektar großen Blumenpark gemacht. Sie spazieren durch Blumenbeete, einen Kräuter- und einen japanischen Garten, einen Steingarten und Alleen. Dazwischen steht ein kleines Freilichtmuseum mit Getreidespeichern, Bauernhaus, Schmiede, Wassermühlen, Säge und Harpfe. Im "Zauberdorf" mit Märchenhäuschen können sich Kinder austoben. Für den Rundgang sollten Sie zwei bis drei Stunden einplanen.

Das Programm wechselt mit der Saison: im Frühling die große Tulpenschau, im Sommer Ausstellungen wie die Exotenschau Bioexo, im Herbst Riesenkürbisse und Herbstblumen. Von Ende November bis Anfang Jänner leuchten bei der "Božična bajka Slovenije" abends rund zwei Millionen Lichter im Park. Der Park liegt im oberen Savinjatal. Mit einem Abstecher in die Logarska dolina wird daraus ein Tagesausflug.

Mitte April–Mitte Oktober; Lichterpark Ende November–Anfang Jänner

Auf einen Blick

  • Rund 7 ha, Blumenpark und Freilichtmuseum
  • Saison etwa Mitte April bis Mitte Oktober, dazu Lichterpark im Advent
  • Lichterpark Ende November bis Anfang Januar, täglich 16–21 Uhr
  • Eintritt Erwachsene 11 €, Kinder 7–14 J. 6 € (Stand 2026)
  • An der Kasse nur Barzahlung, online Tickets möglich

Unser Tipp

  • Nehmen Sie Bargeld mit oder kaufen Sie die Tickets vorher online.
  • Im Frühling zur Tulpenschau oder im September zur Kürbisschau kommen, dann blüht und wächst am meisten.
Velika planina – Seilbahn zur Hirtenalm84 km · 1 Std. 45 Min. mit dem AutoDie Velika planina (Großalm) ist eine Hochalm auf rund 1.400 bis 1.666 Metern am Südrand der Steiner Alpen, oberhalb von Kamnik.
Hirtensiedlung auf der Velika planina mit der Kapelle Maria Schnee
Foto: David Osolin, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Velika planina (Großalm) ist eine Hochalm auf rund 1.400 bis 1.666 Metern am Südrand der Steiner Alpen, oberhalb von Kamnik. Bekannt ist sie für ihre Hirtensiedlungen: ovale, schindelgedeckte Holzhütten mit tief heruntergezogenen Dächern, die traditionell von Juni bis September bewohnt werden. Mittendrin steht die kleine Kapelle Maria Schnee, 1938 nach Plänen von Jože Plečnik gebaut. In der Preskar-Hütte, einem kleinen Museum, sehen Sie, wie die Hirten früher lebten und Käse machten.

Vom Tal der Kamniška Bistrica bringt Sie eine Pendelseilbahn in fünf Minuten auf die Alm. Weiter geht es zu Fuß (etwa 30 Minuten) oder mit dem Sessellift zum Gradišče, dem höchsten Punkt, und von dort auf Almwegen hinunter zur Hirtensiedlung. Planen Sie einen halben bis ganzen Tag ein. Im Sommer bieten bewirtschaftete Hütten Sauermilch, Žganci und den birnenförmigen Trnič-Käse. Feste Schuhe und eine Jacke sind auch im Hochsommer sinnvoll.

ganzjährig (Revision Mitte Okt.–Mitte Nov.), Almbetrieb Juni–September

Auf einen Blick

  • Pendelseilbahn ab Kamniška Bistrica (seit 1964), Fahrzeit ca. 5 Min.
  • Sechser-Sessellift Šimnovec zum Gradišče (1.666 m), seit Dezember 2024
  • Hirtensiedlung mit ovalen Holzhütten und Plečnik-Kapelle (1938)
  • Jährliche Revision Mitte Oktober bis Mitte November

Unser Tipp

  • Fahren Sie früh am Tag, an Sommerwochenenden bilden sich an der Talstation Warteschlangen.
  • Probieren Sie in einer der Hütten den Trnič, den traditionellen Hirtenkäse der Alm.
Maribor – Lent und Alte Rebe111 km · 1 Std. 55 Min. mit dem AutoMaribor, die zweitgrößte Stadt Sloweniens, liegt wie Völkermarkt an der Drau, nur gut eine Stunde flussabwärts.
Die Drau und die Uferpromenade des Lent-Viertels in Maribor
Foto: Jernej Furman, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Maribor, die zweitgrößte Stadt Sloweniens, liegt wie Völkermarkt an der Drau, nur gut eine Stunde flussabwärts. Am Lent, dem alten Hafen- und Flößerviertel am Nordufer, wächst an einer Hauswand die „Stara trta“. Die Alte Rebe ist über 400 Jahre alt und gilt als ältester noch tragender Weinstock der Welt. Im Haus der Alten Rebe direkt daneben erfahren Sie mehr über den Weinbau der Štajerska und können regionale Weine verkosten. Danach spazieren Sie an der Uferpromenade entlang zu den alten Wehrtürmen (Sodni stolp, Vodni stolp) und hinauf in die autofreie Altstadt um Glavni trg und Grajski trg mit Burg und Dom.

Für die Stadt sollten Sie einen halben bis ganzen Tag einplanen. Die Wege sind flach und kurz, das Haus der Alten Rebe und die Museen bieten sich auch an Regentagen an. Wer mehr Zeit hat, isst im Lent in einer der Gostilnas am Wasser zu Mittag oder fährt am Nachmittag an den Stadtrand zum Hausberg Pohorje.

ganzjährig

Auf einen Blick

  • Alte Rebe (Stara trta): über 400 Jahre alt, Sorte Žametovka/Blauer Kölner
  • Haus der Alten Rebe: Vojašniška ulica 8, mit Weinverkostung
  • Stadtfest Festival Lent jedes Jahr Ende Juni/Anfang Juli
  • Anfahrt über die Autobahn nach Slowenien: Vignette nötig

Unser Tipp

  • Parken Sie in einer der Tiefgaragen am Altstadtrand und erkunden Sie Lent und Altstadt zu Fuß.
  • Ende September oder Anfang Oktober wird die Alte Rebe feierlich gelesen – das lohnt sich als Ausflugsziel.

Bled, Ljubljana & Julische Alpen 9

Bleder Cremeschnitte im Café Park77 km · 1 Std. 20 Min. mit dem AutoDie Bleder Cremeschnitte (Blejska kremna rezina oder kremšnita) wurde 1953 in der Konditorei des Hotel Park erfunden und wird bis heute nach diesem Rezept gebacken: ein knuspriger Blätterteigboden, eine dicke Schicht Vanillecreme, darüber Schlagobers und ein …
Bleder Cremeschnitte auf einem Teller am Bleder See
Foto: Petar Milošević, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Bleder Cremeschnitte (Blejska kremna rezina oder kremšnita) wurde 1953 in der Konditorei des Hotel Park erfunden und wird bis heute nach diesem Rezept gebacken: ein knuspriger Blätterteigboden, eine dicke Schicht Vanillecreme, darüber Schlagobers und ein Blätterteigdeckel mit Staubzucker. Am besten essen Sie sie im Café Park (Kavarna Park) direkt an der Seepromenade, auf der Terrasse mit Blick über den See zur Insel. Eine Schnitte ist ein Würfel von etwa 7 cm – zum Teilen reicht sie aber selten.

ganzjährig

Auf einen Blick

  • Seit 1953 nach dem Originalrezept des Hotel Park
  • Kavarna Park, Cesta svobode 15, 4260 Bled
  • Mehr als 16 Millionen Stück verkauft
  • Würfel von ca. 7 × 7 × 7 cm

Unser Tipp

  • Verbinden Sie die Cremeschnitte mit einem Spaziergang um den See (ca. 6 km) – die Terrasse ist nachmittags oft voll, vormittags bekommen Sie leichter einen Platz.
  • Die echte Schnitte erkennt man daran, dass die Creme leicht wackelt, wenn der Teller abgestellt wird.
Bled & Bleder See78 km · 1 Std. 20 Min. mit dem AutoDer Bleder See mit seiner kleinen Insel und der Wallfahrtskirche, darüber die Burg auf einem Felsen – kaum ein Motiv ist so typisch für Slowenien.
Die Insel im Bleder See mit der Wallfahrtskirche, umgeben von grünem Wald
Foto: Viktor Rucký, CC0, via Wikimedia Commons

Der Bleder See mit seiner kleinen Insel und der Wallfahrtskirche, darüber die Burg auf einem Felsen – kaum ein Motiv ist so typisch für Slowenien. Von uns aus erreichen Sie Bled in etwa eineinhalb Stunden, entweder über den Loiblpass oder über die Autobahn durch den Karawankentunnel. Mit einer „Pletna“, einem von Hand geruderten Holzboot, setzen Sie zur Insel über, wo man der Überlieferung nach die Glocke läutet, um sich etwas zu wünschen.

Ein Spaziergang rund um den See dauert etwa eineinhalb Stunden und bietet immer neue Ausblicke auf Burg und Julische Alpen. Probieren Sie unbedingt die berühmte Bleder Cremeschnitte („kremšnita“). In der Nähe liegt die Vintgar-Klamm, eine Schlucht mit Holzstegen. Für Sloweniens Autobahnen braucht es eine eigene Vignette, der Karawankentunnel ist zusätzlich mautpflichtig – die Route über den Loiblpass ist mautfrei und landschaftlich reizvoll.

ganzjährig, am schönsten im Frühsommer und Spätsommer

Auf einen Blick

  • Insel mit Wallfahrtskirche, Pletna-Boote
  • Burg Bled oberhalb des Sees
  • Seerundweg ca. 6 km
  • Slowenische Autobahn-Vignette nötig; Karawankentunnel extra mautpflichtig

Unser Tipp

  • Über den Loiblpass anreisen – mautfrei und landschaftlich schön.
  • Früh starten, im Sommer wird es ab Mittag voll.
  • Ausweis bzw. Reisepass mitnehmen.
Burg Bled (Blejski grad)80 km · 1 Std. 25 Min. mit dem AutoDie Burg Bled thront auf einem senkrecht abfallenden Felsen rund 130 Meter über dem Bleder See und wurde bereits 1011 urkundlich erwähnt – sie gilt als älteste Burg Sloweniens.
Burg Bled auf dem Felsen über dem Bleder See
Foto: Krzysztof Golik, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Burg Bled thront auf einem senkrecht abfallenden Felsen rund 130 Meter über dem Bleder See und wurde bereits 1011 urkundlich erwähnt – sie gilt als älteste Burg Sloweniens. Über zwei Burghöfe erreichen Sie das Burgmuseum mit Funden zur Geschichte der Region, die Burgkapelle, die nachgebaute Buchdruckerei aus der Zeit Gutenbergs mit Vorführungen auf handgeschöpftem Papier, den Weinkeller und die Galerie STOLP. Von der Terrasse blicken Sie auf die Insel mit der Wallfahrtskirche und hinüber zu den Julischen Alpen.

Für die Burg selbst sollten Sie etwa ein bis zwei Stunden einplanen, kombiniert mit einem Spaziergang um den See oder einer Plätte-Fahrt zur Insel wird daraus ein ganzer Tagesausflug. Zu Fuß steigen Sie vom Seeufer auf steilen Waldwegen in rund 15 bis 20 Minuten hinauf, mit dem Auto gelangen Sie zu gebührenpflichtigen Parkplätzen knapp unterhalb der Burg. Bequeme Schuhe sind für die Wege und das Kopfsteinpflaster empfehlenswert.

ganzjährig (April–Oktober 8–20 Uhr, November–März 8–18 Uhr)

Auf einen Blick

  • Erstmals 1011 erwähnt, älteste Burg Sloweniens
  • Rund 130 m über dem Bleder See
  • Museum, Buchdruckerei, Weinkeller, Galerie, Burgrestaurant
  • Geöffnet April–Oktober tägl. 8–20 Uhr, November–März 8–18 Uhr
  • Eintritt Erw. 19 €, Kinder 7 € (Preisliste gültig seit 2025, Stand 2026)

Unser Tipp

  • Kaufen Sie die Tickets online, dann sparen Sie sich im Sommer die Warteschlange an der Kasse.
  • Am Vormittag ist es auf der Burgterrasse noch ruhiger und das Licht über dem See besonders schön.
Vintgar-Klamm bei Bled80 km · 1 Std. 25 Min. mit dem AutoNur wenige Kilometer von Bled entfernt hat sich die Radovna durch die Felsen gegraben und die Vintgar-Klamm geformt.
Türkisgrüne Radovna zwischen hellen Felsen in der Vintgar-Klamm
Foto: LBM1948, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Nur wenige Kilometer von Bled entfernt hat sich die Radovna durch die Felsen gegraben und die Vintgar-Klamm geformt. Auf rund 1,6 Kilometern führen Holzstege und Brücken dicht über dem türkisgrünen Wasser durch die Schlucht, vorbei an Stromschnellen und tiefen Becken, bis zum etwa 15 Meter hohen Šum-Wasserfall am Ende. Der Weg ist ein Einbahnweg und für Kinder gut zu gehen; rechnen Sie mit etwa einer Stunde in der Klamm.

Mit dem Auto fahren Sie zum zentralen Parkplatz Vintgar Lip in Bled, wo der Parkplatz im Ticket enthalten ist; von dort bringt Sie ein Elektro-Shuttle in etwa 20 Minuten zum Eingang. Die Besucherzahl ist pro Zeitfenster begrenzt, deshalb sollten Sie Ihr Ticket vorab online buchen und mindestens 40 Minuten vor dem gewählten Termin am Parkplatz sein. An der Kasse beim Eingang werden keine Tickets verkauft. Die Klamm lässt sich gut mit einem Besuch am Bleder See verbinden.

April–Spätherbst

Auf einen Blick

  • 1,6 km Holzstege, Einbahnweg
  • Šum-Wasserfall ca. 15 m
  • Ticket mit Zeitfenster, online buchen; Parken am P1 Vintgar Lip inklusive
  • Saison ca. April bis Spätherbst

Unser Tipp

  • Buchen Sie ein frühes Zeitfenster, dann ist es auf den Stegen deutlich ruhiger.
  • Nehmen Sie rutschfeste Schuhe und eine leichte Jacke mit – in der Schlucht ist es feucht und kühl.
Mala Osojnica – Aussichtspunkt über dem Bleder See80 km · 1 Std. 25 Min. mit dem AutoDen bekannten Postkartenblick auf den Bleder See – die Insel mit der Wallfahrtskirche, dahinter die Burg auf dem Felsen und die Julischen Alpen – haben Sie von der Mala Osojnica am Westufer des Sees.
Blick von der Mala Osojnica auf den Bleder See mit Insel und Burg
Foto: domjisch from Graz, Austria, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Den bekannten Postkartenblick auf den Bleder See – die Insel mit der Wallfahrtskirche, dahinter die Burg auf dem Felsen und die Julischen Alpen – haben Sie von der Mala Osojnica am Westufer des Sees. Ausgangspunkt ist die Velika Zaka beim Camping Bled. Der Steig ist kurz, aber steil: rund 200 Höhenmeter über Wurzelpfade, Stufen und am Ende eine steile Metalltreppe bzw. Leitern, für den Aufstieg rechnen Sie mit 30 bis 45 Minuten.

Wer mehr Zeit hat, verbindet die Mala Osojnica mit dem niedrigeren Nachbargipfel Ojstrica zu einer Runde von etwa zwei Stunden. Viele steigen zur Mala Osojnica zuerst auf, weil der Abstieg über die Leitern heikler ist als der Aufstieg. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind nötig; für kleine Kinder und bei Nässe ist der Weg nicht geeignet. Ideal ist der frühe Morgen, wenn das Licht von Osten auf Insel und Burg fällt.

ganzjährig, bei trockenem Wetter

Auf einen Blick

  • Aufstieg ca. 30–45 Min., ca. 200 Hm
  • Steile Treppen und Leitern im oberen Teil
  • Kombinierbar mit der Ojstrica (Runde ca. 2 Std.)
  • Kein Eintritt, Parken bei der Velika Zaka gebührenpflichtig

Unser Tipp

  • Gehen Sie früh am Morgen – dann ist das Licht am schönsten und es ist noch wenig los.
  • Bei Regen oder nassem Boden lieber verzichten, die Leitern werden rutschig.
Kranjska Gora & Jasna-See92 km · 1 Std. 25 Min. mit dem AutoKranjska Gora ist der bekannteste Bergort der slowenischen Julischen Alpen und liegt im oberen Save-Tal, nahe dem Dreiländereck mit Österreich und Italien.
Türkisgrüner Jasna-See mit Kajak vor den Felsgipfeln der Julischen Alpen
Foto: Dimitry Anikin from Vienna, Austria, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Kranjska Gora ist der bekannteste Bergort der slowenischen Julischen Alpen und liegt im oberen Save-Tal, nahe dem Dreiländereck mit Österreich und Italien. Gleich südlich des Ortes, am Beginn der Straße auf den Vršič-Pass, liegt der kleine Jasna-See: Das klare, türkisfarbene Wasser vor den Felswänden von Prisojnik und Razor, eine Holzbrücke und die Bronzestatue des sagenhaften Steinbocks Zlatorog machen ihn zu einem beliebten Fotomotiv. Rund um den See führt ein ebener Spazierweg, an heißen Tagen wird am Ufer gebadet und gepicknickt.

Im Ort selbst lohnt ein Bummel durch das Zentrum mit Kirche und Cafés. Wer weiter will, fährt über die Vršič-Passstraße mit ihren gut 50 nummerierten Kehren hinauf auf 1.611 Meter und vorbei an der Russischen Kapelle – oder hinunter ins Soča-Tal. Für Kranjska Gora mit See sollten Sie einen halben Tag einplanen, mit dem Pass einen ganzen.

ganzjährig, Baden Juli–August

Auf einen Blick

  • Jasna-See am Beginn der Vršič-Passstraße, ca. 10 Gehminuten vom Ortszentrum
  • Steinbock-Statue Zlatorog am Seeufer
  • Vršič-Pass 1.611 m, gut 50 Kehren
  • Anfahrt über Villach und Wurzenpass oder Karawankentunnel

Unser Tipp

  • Kommen Sie im Sommer am Vormittag – die Parkplätze am See sind mittags oft voll.
  • Nehmen Sie Badesachen mit: Das Wasser ist frisch, an warmen Tagen aber gut zum Abkühlen.
Ljubljana – Burg und Standseilbahn100 km · 1 Std. 35 Min. mit dem AutoÜber der Altstadt von Ljubljana thront die Burg auf ihrem bewaldeten Hügel.
Burgberg von Ljubljana mit Burgturm über den Häusern am Ufer der Ljubljanica
Foto: Viktar Palstsiuk, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Über der Altstadt von Ljubljana thront die Burg auf ihrem bewaldeten Hügel. Von der Talstation am Krekov trg, gleich neben dem Zentralmarkt und dem Puppentheater, bringt Sie die gläserne Standseilbahn in rund einer Minute hinauf. Oben erwarten Sie der Burghof mit Cafés und Restaurants, der Aussichtsturm mit Blick über die Dächer bis zu den Julischen Alpen, die Ausstellung zur slowenischen Geschichte, das Puppenmuseum und ein 4D-Film über die Burg.

Für den Besuch sollten Sie zwei bis drei Stunden einplanen, gut verbinden lässt er sich mit einem Bummel über den Markt und entlang der Ljubljanica. Wer lieber zu Fuß geht, erreicht den Burghof über mehrere Wege aus der Altstadt in etwa 15 bis 20 Minuten. Die Ausstellungen sind auch bei Regenwetter ein gutes Ziel; Kinder haben am Puppenmuseum und an der Fahrt mit der Bahn meist die größte Freude.

ganzjährig

Auf einen Blick

  • Standseilbahn seit 2006, ca. 70 m lang, Fahrzeit rund 60 Sekunden
  • Burg Mai–Sept. täglich 9–22 Uhr, Standseilbahn 9–20 Uhr (Okt.–April kürzer)
  • Burgticket online 17,10 € Erw., 12,15 € Kinder 7–18, Familie 46 € – inkl. Bahn, Turm und Ausstellungen (Stand 2026)
  • Talstation: Krekov trg, neben Zentralmarkt und Puppentheater

Unser Tipp

  • Kaufen Sie das Ticket online, an der Kasse ist es teurer.
  • Für den Rückweg lohnt der Fußweg hinunter in die Altstadt, so sehen Sie die Burg auch von unten.
Ljubljana101 km · 1 Std. 35 Min. mit dem AutoSloweniens Hauptstadt ist eine der entspanntesten Städte Europas und in unter zwei Stunden erreichbar – ein perfekter Tagesausflug, wenn Sie Lust auf Stadtluft haben.
Die Ljubljanica in der Altstadt von Ljubljana mit Uferpromenade, Ausflugsboot und Bäumen
Foto: Palickap, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Sloweniens Hauptstadt ist eine der entspanntesten Städte Europas und in unter zwei Stunden erreichbar – ein perfekter Tagesausflug, wenn Sie Lust auf Stadtluft haben. Die weitgehend autofreie Altstadt schmiegt sich an das Ufer der Ljubljanica; entlang des Flusses reihen sich Cafés und Restaurants mit Terrassen. Rund um den Prešeren-Platz und die berühmte Dreifachbrücke zeigt sich die Handschrift des Architekten Jože Plečnik.

Auch hier wacht übrigens ein Drache – das Wappentier der Stadt sitzt auf der Drachenbrücke, ein netter Bezug zum Klagenfurter Lindwurm. Mit der Standseilbahn fahren Sie hinauf zur Burg mit weitem Blick bis zu den Alpen. Am Vormittag lohnt der Zentralmarkt mit Obst, Käse und Blumen.

ganzjährig

Auf einen Blick

  • Autofreie Altstadt an der Ljubljanica
  • Dreifachbrücke und Bauten von Jože Plečnik
  • Standseilbahn zur Burg
  • Drachenbrücke – der Drache ist Wappentier der Stadt

Unser Tipp

  • Am Stadtrand (P+R) parken.
  • Vormittags den Zentralmarkt besuchen.
  • Slowenische Vignette und Ausweis nicht vergessen.
Mostnica-Klamm (Korita Mostnice)105 km · 1 Std. 50 Min. mit dem AutoGleich oberhalb von Stara Fužina am Bohinjer See hat sich die Mostnica eine rund zwei Kilometer lange Klamm in den Kalkfels gegraben.
Blick von einer Brücke in die enge, bemooste Mostnica-Klamm mit grünem Wasser
Foto: Robert Wilson, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Gleich oberhalb von Stara Fužina am Bohinjer See hat sich die Mostnica eine rund zwei Kilometer lange Klamm in den Kalkfels gegraben. An manchen Stellen ist sie nur etwa einen Meter breit. Im smaragdgrünen Wasser liegen ausgewaschene Gumpen und Strudellöcher, die Sie von Steinbrücken und von einem Weg auf beiden Seiten der Schlucht sehen. Der Rundweg durch die Klamm beginnt bei der alten Teufelsbrücke (Hudičev most), ist leicht und für Kinder gut zu gehen. Rechnen Sie mit etwa ein bis eineinhalb Stunden.

Wer weitergehen möchte, wandert durch das breite Almtal Voje bis zum 21 Meter hohen Mostnica-Wasserfall (Slap Mostnice). Bis zum Talschluss sind es rund zweieinhalb Stunden in eine Richtung, mit zwei kurzen Anstiegen. Unterwegs gibt es eine Almhütte zum Einkehren. Feste Schuhe reichen, mit dem Rad darf man nicht durch die Klamm.

April–November

Auf einen Blick

  • Klamm ca. 2 km lang, stellenweise nur 1 m breit
  • Mostnica-Wasserfall am Ende des Voje-Tals, 21 m hoch
  • Eintritt 1. 4.–30. 11.: Erwachsene 4 €, Kinder 7–14 J. 2 €, bis 6 J. frei (Stand 2026, bohinj.si)
  • Führungen dienstags im Juli und August

Unser Tipp

  • Kommen Sie früh am Vormittag, dann bekommen Sie noch einen Platz auf dem Parkplatz Vorančkojca und haben die engen Wege fast für sich.
  • Wenn Sie in Bohinj sind, lässt sich der Besuch gut mit einem Bad im Bohinjer See verbinden.

Soča-Tal 4

Soča-Tal (Bovec, Kobarid, Trenta)124 km · 1 Std. 40 Min. mit dem AutoDie Soča zählt zu den schönsten Alpenflüssen Europas: Smaragdgrün und glasklar fließt sie von ihrer Quelle im Trenta-Tal durch den Triglav-Nationalpark nach Bovec und Kobarid.
Türkisgrüne Soča im Trenta-Tal vor den Julischen Alpen
Foto: Krzysztof Golik, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Soča zählt zu den schönsten Alpenflüssen Europas: Smaragdgrün und glasklar fließt sie von ihrer Quelle im Trenta-Tal durch den Triglav-Nationalpark nach Bovec und Kobarid. Für einen Tagesausflug fahren Sie über Villach und den Wurzenpass oder den Karawankentunnel nach Kranjska Gora und dann über den Vršič-Pass (1.611 m) mit seinen 50 Kehren ins Tal. Etwas ruhiger ist der Weg über Tarvis und den Predil-Pass.

Lohnende Stopps sind die Soča-Quelle, die Große Soča-Schlucht (Velika korita) beim Ort Soča, Hängebrücken über den Fluss, der Kozjak-Wasserfall bei Kobarid und das Kobarid-Museum zur Isonzofront im Ersten Weltkrieg. In Bovec bieten viele Anbieter Rafting, Kajak und Canyoning an. Planen Sie einen ganzen Tag ein und nehmen Sie Wanderschuhe und eine Jacke mit. Das Wasser bleibt auch im Hochsommer sehr kalt, für mehr als ein kurzes Fußbad reicht es kaum.

Mai–September (Vršič im Winter meist gesperrt)

Auf einen Blick

  • Vršič-Pass 1.611 m, 50 Kehren; kostenloser Pass-Bus 1. 6.–30. 9. 2026 (Stand 2026)
  • Große Soča-Schlucht: ca. 750 m lang, bis 15 m tief
  • Kozjak-Wasserfall bei Kobarid in einer Felsgrotte
  • Rafting- und Kajaksaison etwa April–Oktober
  • Für Slowenien Ausweis mitnehmen; für die Autobahn über den Karawankentunnel ist eine slowenische Vignette nötig

Unser Tipp

  • Hin über den Vršič, zurück über den Predil – so wird die Fahrt zur Runde.
  • Vor der Abfahrt die Verkehrsmeldungen auf soca-valley.com prüfen: Am Vršič gilt seit 2026 eine neue Verkehrsregelung, im Winter ist der Pass meist gesperrt.
  • Im Juli und August früh losfahren, dann finden Sie bei Schlucht und Wasserfall noch leichter einen Parkplatz.
Große Soča-Tröge (Velika korita Soče)130 km · 1 Std. 45 Min. mit dem AutoZwischen Bovec und Trenta hat sich die Soča auf rund 750 Metern Länge eine bis zu 15 Meter tiefe und oft nur wenige Meter breite Rinne in den hellen Kalkfels gegraben.
Kleiner Wasserfall stürzt in ein türkisgrünes Becken zwischen hellen Kalkfelsen der Soča-Schlucht
Foto: Bojan Marušič, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zwischen Bovec und Trenta hat sich die Soča auf rund 750 Metern Länge eine bis zu 15 Meter tiefe und oft nur wenige Meter breite Rinne in den hellen Kalkfels gegraben. Das Wasser leuchtet hier smaragdgrün, in den Becken unterhalb kleiner Wasserfälle fast türkis. Am schönsten ist der Blick von der Hängebrücke am oberen Ende der Schlucht; ein markierter Waldweg am linken Ufer führt mit mehreren Aussichtspunkten bis zum Ausgang beim Abzweig ins Lepena-Tal.

Die Tröge liegen im Triglav-Nationalpark und lassen sich gut mit einer Fahrt über den Vršič- oder Predilpass verbinden. Für Brücke und Uferweg genügt eine knappe Stunde; wer möchte, wandert ein Stück auf dem Soča-Weg weiter. Das Wasser ist auch im Sommer eiskalt, die Felsen sind bei Nässe rutschig – bleiben Sie auf dem Weg und gehen Sie nicht an die Abbruchkanten.

Mai–Oktober

Auf einen Blick

  • Schlucht ca. 750 m lang, bis 15 m tief
  • Hängebrücke am oberen Schluchtende
  • Im Triglav-Nationalpark, Eintritt frei
  • An der Straße Bovec–Vršič, ca. 11 km von Bovec

Unser Tipp

  • Kommen Sie am Vormittag, im Hochsommer füllen sich die Parkplätze schnell.
  • Feste Schuhe anziehen – der Uferweg ist steinig und teils wurzelig.
Kozjak-Wasserfall & Kobarider Museum145 km · 2 Std. mit dem AutoIm Soča-Tal, gleich oberhalb von Kobarid, liegt der Kozjak-Wasserfall versteckt in einer Halbhöhle: Der Veliki Kozjak stürzt rund 15 Meter zwischen dunklen, glatt geschliffenen Felswänden in ein grünes Becken.
Der Kozjak-Wasserfall stürzt in einer engen Felsgrotte in ein türkisgrünes Becken
Foto: Ajznponar, CC0, via Wikimedia Commons

Im Soča-Tal, gleich oberhalb von Kobarid, liegt der Kozjak-Wasserfall versteckt in einer Halbhöhle: Der Veliki Kozjak stürzt rund 15 Meter zwischen dunklen, glatt geschliffenen Felswänden in ein grünes Becken. Vom Parkplatz nahe der Napoleonbrücke führt ein gepflegter, breiter Weg mit Hängebrücken in etwa 30 Minuten bis zur Aussichtsplattform; unterwegs sehen Sie auch den kleineren Mali Kozjak. Der Weg ist für Familien gut machbar, festes Schuhwerk genügt. Baden ist im Naturschutzgebiet nicht erwünscht.

Im Ortszentrum erzählt das Kobarider Museum (Kobariški muzej) von der Isonzofront im Ersten Weltkrieg und vor allem von den Menschen, die dort kämpften und litten – mit Fotos, Briefen, Fundstücken und Modellen des Frontverlaufs. Für den Rundgang sollten Sie etwa eineinhalb Stunden einplanen; das Museum ist ganzjährig täglich geöffnet und eignet sich auch für Regentage. Beides zusammen ergibt einen ausgefüllten Ausflugstag ins Soča-Tal.

Wasserfall April–Oktober (bewirtschaftet), Museum ganzjährig

Auf einen Blick

  • Wasserfall Veliki Kozjak ca. 15 m, Gehzeit ab Parkplatz ca. 30 min
  • Wasserfall-Eintritt Erwachsene 5 €, Kinder 7–14 J. 3 €, Familie 12 € (Stand 2026, 1. 4.–31. 10.)
  • Museum täglich geöffnet, Juli/August 9–19 Uhr, sonst 9/10–17/18 Uhr
  • Museum: Gregorčičeva ulica 10, 5222 Kobarid

Unser Tipp

  • Der Parkplatz beim Wasserfall ist gebührenpflichtig, laut Reiseberichten per EasyPark-App – installieren Sie die App am besten vorab.
  • Wer mehr gehen möchte, verbindet beides über den rund 7 km langen historischen Weg von Kobarid (Kobariška zgodovinska pot).
Tolminer Klammen (Tolminska korita)163 km · 2 Std. 20 Min. mit dem AutoOberhalb von Tolmin fließen die Tolminka und die Zadlaščica in engen, türkisgrünen Schluchten zusammen.
Türkisfarbenes Wasser zwischen glatt geschliffenen Felswänden in der Tolminer Klamm
Foto: Luka Peternel, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Oberhalb von Tolmin fließen die Tolminka und die Zadlaščica in engen, türkisgrünen Schluchten zusammen. Der Zusammenfluss liegt auf rund 180 Metern Seehöhe und ist der tiefste Punkt des Triglav-Nationalparks. Ein etwa zwei Kilometer langer Weg führt in eine Richtung von der Kasse über Brücken und Stege durch die Klamm. Unterwegs kommen Sie an einer lauwarmen Quelle, der Dante-Höhle und dem Bärenkopf vorbei, einem Felsblock, der in der Schlucht eingeklemmt ist. Am Ende geht es hinauf zur Teufelsbrücke, die 60 Meter über der Tolminka liegt.

Planen Sie für den Rundgang etwa eineinhalb Stunden ein. Der Weg hat rund 500 Stufen, ist stellenweise steil und bei Nässe rutschig, deshalb brauchen Sie feste Schuhe mit gutem Profil. Kinderwagen sind ungeeignet, eine Kindertrage geht gut. Hunde dürfen an der Leine mit. Die Anfahrt dauert mehr als zwei Stunden, daher eignet sich die Klamm als Ziel für einen Tagesausflug ins Soča-Tal, etwa zusammen mit Kobarid.

ca. Ende März bis Anfang November

Auf einen Blick

  • Rundweg ca. 2 km, rund 1,5 Std., ca. 500 Stufen
  • Eintritt Juni–Sept. Erw. 12 €, Kinder 6–15 J. 6 € (Stand 2026)
  • Seit März 2026 neues Eingangsgebäude, Zeitfenster-Tickets online
  • Gratis-Parkplätze P2/P3 mit Sommer-Shuttlebus

Unser Tipp

  • Kaufen Sie das Ticket im Sommer vorab online, weil die Plätze pro Zeitfenster begrenzt sind.
  • Parken Sie gratis auf P2 oder P3 und fahren Sie mit dem kostenlosen Shuttle, der Parkplatz P1 direkt am Eingang kostet Gebühr.

Tarvis & Friaul 7

Micotra-Zug mit Rad (Villach – Udine – Triest)68 km · 58 Min. mit dem AutoDer Micotra ist ein grenzüberschreitender Regionalzug von Villach über Tarvis, Pontebba, Venzone und Gemona nach Udine.
Micotra-Zug beim Halt im Bahnhof Tarvisio Boscoverde
Foto: Arzino, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Micotra ist ein grenzüberschreitender Regionalzug von Villach über Tarvis, Pontebba, Venzone und Gemona nach Udine. An Wochenenden und Feiertagen fährt er bis Triest weiter. Der Zug ist auf Radfahrer ausgelegt und hat Platz für sehr viele Fahrräder. Damit lässt sich der Alpe-Adria-Radweg gut in eine Richtung fahren: Sie radeln von Villach durch das Kanaltal und auf der ehemaligen Bahntrasse bergab nach Venzone oder Udine und fahren mit dem Zug zurück. Oder Sie fahren mit dem Zug hin und radeln zurück.

Zwischen Villach und Udine gibt es zwei Zugpaare am Tag, die Plätze sind also begrenzt. Für das Rad brauchen Sie eine Reservierung. Sie ist kostenlos und wird beim Kauf der Radkarte über ÖBB-Ticketshop oder App automatisch mitgebucht. Rechnen Sie für die Radstrecke Villach–Venzone mit einem Tag. Nehmen Sie einen Ausweis mit, und für Pausen in Italien sind ein Schloss und Bargeld praktisch.

ganzjährig, mit Rad v. a. April–Oktober

Auf einen Blick

  • Strecke Villach Hbf – Tarvisio – Venzone – Gemona – Udine, Sa/So/Feiertag bis Trieste Centrale
  • 2 Zugpaare täglich (D 1821/1823), Betreiber FUC mit ÖBB
  • Radreservierung Pflicht, kostenlos mit der Radkarte (Stand 2026)
  • Aktiv-Ticket Kärnten gilt im Micotra auf dem österreichischen Abschnitt (Stand 2026)

Unser Tipp

  • Buchen Sie im Sommer die Radkarte samt Reservierung einige Tage im Voraus, die Züge sind oft voll.
  • Prüfen Sie vor der Fahrt in der ÖBB-App, ob ein Schienenersatzverkehr gilt – bei Bauarbeiten fahren Busse.
Orrido dello Slizza (Schlitzaschlucht) bei Tarvis94 km · 1 Std. 5 Min. mit dem AutoAm Rand von Tarvis hat sich die Slizza (deutsch Schlitza) tief in den Kalkfels gegraben.
Holzsteg an der Felswand über dem türkisgrünen Wasser der Slizza in der Schlucht bei Tarvis
Foto: Ajznponar, CC0, via Wikimedia Commons

Am Rand von Tarvis hat sich die Slizza (deutsch Schlitza) tief in den Kalkfels gegraben. Ein Steig führt durch die enge Schlucht: über Holzstege, die an der Felswand über dem smaragdgrünen Wasser hängen, durch einen von Hand gehauenen Tunnel und eine große Grotte bis hinunter ans Ufer. Von unten sehen Sie die 63 Meter hohe Eisenbahnbrücke der ehemaligen Strecke Tarvis–Laibach, über die heute der Alpe-Adria-Radweg führt.

Die Runde ist rund 1,5 Kilometer lang, hat etwa 90 Höhenmeter und dauert gemütlich eine Stunde. Ausgangspunkt ist ein kleiner Parkplatz an der Via Bamberga beim Alpe-Adria-Radweg, nahe dem Denkmal für die österreichischen Schützen von 1809. Der Abstieg ist steil und in Serpentinen angelegt, nach Regen sind Stege und Steine rutschig. Für Kinder ist der Weg ein kleines Abenteuer, sie sollten aber gut zu Fuß sein.

Mai–Oktober

Auf einen Blick

  • Rundweg ca. 1,5 km, ca. 90 Hm, ca. 1 Stunde
  • Hängestege, Felstunnel und Grotte
  • Start Via Bamberga, Tarvisio (Italien), am Alpe-Adria-Radweg
  • Frei zugänglich

Unser Tipp

  • Ziehen Sie Wander- oder Bergschuhe mit gutem Profil an, der Abstieg ist steil.
  • Gut kombinierbar mit einer Radetappe auf dem Alpe-Adria-Radweg oder einem Besuch des Tarviser Markts.
Tarvis (Tarvisio) – Grenzstadt im Kanaltal96 km · 1 Std. 10 Min. mit dem AutoTarvis liegt gleich hinter der Grenze bei Arnoldstein im Kanaltal, wo Italien, Österreich und Slowenien zusammentreffen.
Piazza Unità in Tarvis mit der Pfarrkirche St. Peter und Paul und mittelalterlichem Turm
Foto: Ajznponar, CC0, via Wikimedia Commons

Tarvis liegt gleich hinter der Grenze bei Arnoldstein im Kanaltal, wo Italien, Österreich und Slowenien zusammentreffen. Früher kamen viele Kärntner wegen des großen Tarviser Markts. Er hat stark an Bedeutung verloren, unter der Woche ist es ruhig geworden, am Wochenende ist mehr los. Heute kommen Sie eher für einen Espresso an der Piazza Unità, für italienische Lebensmittel und für einen Bummel über die Via Roma. Sehenswert ist die spätgotische Pfarrkirche St. Peter und Paul von 1445 mit Fresken.

Tarvis eignet sich als Ausgangspunkt für einen Tagesausflug. Ganz in der Nähe liegen die Weißenfelser Seen (Laghi di Fusine) unter dem Mangart. Von Saifnitz (Camporosso) fährt eine Gondelbahn auf den Luschariberg (Monte Lussari) mit seiner Wallfahrtskirche. Für die Stadt selbst genügen ein bis zwei Stunden. Nehmen Sie einen Ausweis mit.

ganzjährig

Auf einen Blick

  • Italienische Grenzstadt im Kanaltal, ca. 750 m Seehöhe
  • Pfarrkirche St. Peter und Paul, spätgotisch, 1445
  • Ausgangspunkt für Weißenfelser Seen und Monte Lussari
  • Bahnhalt Tarvisio-Boscoverde an der Strecke Villach–Udine

Unser Tipp

  • Verbinden Sie Tarvis mit einem Spaziergang an den Weißenfelser Seen.
  • Viele Geschäfte schließen über Mittag, planen Sie Einkäufe also eher für den Vormittag oder späten Nachmittag.
Pilgerweg auf den Monte Lussari (Luschariberg)100 km · 1 Std. 15 Min. mit dem AutoDer Monte Santo di Lussari – auf Deutsch Luschariberg, slowenisch Svete Višarje – ist seit dem Mittelalter ein Wallfahrtsort, an dem sich italienische, slowenische und deutschsprachige Pilger treffen.
Wallfahrtskirche und Häuser auf dem Monte Lussari, dahinter die schroffen Gipfel der Julischen Alpen
Foto: Johann Jaritz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Monte Santo di Lussari – auf Deutsch Luschariberg, slowenisch Svete Višarje – ist seit dem Mittelalter ein Wallfahrtsort, an dem sich italienische, slowenische und deutschsprachige Pilger treffen. Auf dem Gipfelrücken auf rund 1.790 m stehen die Wallfahrtskirche und ein kleines Dorf mit Gasthäusern, rundherum öffnet sich der Blick auf die Julischen Alpen mit Wischberg und Jôf di Montasio. Der alte Pilgerweg (Sentiero del Pellegrino, CAI 613) beginnt in Camporosso/Saifnitz bei Tarvis und führt durchgehend durch Bergwald hinauf.

Rechnen Sie mit rund 1.000 Höhenmetern und 2,5 bis 3 Stunden Gehzeit. Der Weg ist technisch einfach, aber lang und stetig steil – Trittsicherheit, feste Schuhe, ausreichend Wasser und eine Jacke für oben gehören dazu. Zurück ins Tal geht es bequem mit der Kabinenbahn, die wenige Minuten neben dem Ausgangspunkt in Camporosso ankommt. Wer weniger Zeit hat, fährt mit der Bahn hinauf und wandert nur hinunter.

Juni bis Anfang Oktober (schneefrei; Bahnbetrieb vorab prüfen)

Auf einen Blick

  • Wallfahrtskirche und Dorf auf ca. 1.790 m
  • Weg CAI 613 ab Camporosso (ca. 810 m), rund 1.000 Hm
  • Gehzeit hinauf ca. 2,5–3 Stunden
  • Rückfahrt mit der Kabinenbahn Monte Lussari nach Camporosso

Unser Tipp

  • Prüfen Sie vor der Tour die aktuellen Betriebszeiten der Kabinenbahn, damit Sie die letzte Talfahrt nicht verpassen.
  • Parken Sie bei der Talstation in Camporosso – dort beginnt der Pilgerweg und dort kommt die Bahn wieder an.
Weißenfelser Seen (Laghi di Fusine)103 km · 1 Std. 20 Min. mit dem AutoGleich hinter der Grenze bei Tarvis liegen im Naturpark Fusine zwei kleine Bergseen, der untere See auf rund 924 Metern und der obere wenige Meter höher.
Oberer Weißenfelser See mit dem Mangart im Hintergrund
Foto: Johann Jaritz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gleich hinter der Grenze bei Tarvis liegen im Naturpark Fusine zwei kleine Bergseen, der untere See auf rund 924 Metern und der obere wenige Meter höher. Über ihnen ragt die Nordwand des Mangart auf, an ruhigen Tagen spiegelt sie sich im grünblauen Wasser. Um beide Seen führen ebene Spazierwege durch Fichten- und Buchenwald. Eine Runde um einen See dauert etwa eine halbe Stunde, für beide zusammen sollten Sie mit Pausen gut zwei Stunden einplanen. Der Weg ist auch für Kinder und Hunde gut geeignet.

Wer mehr gehen möchte, steigt vom oberen See auf einer breiten Schotterstraße oder auf steileren Steigen zur Rifugio Zacchi (1.380 m) unter den Ponze-Gipfeln hinauf. Die Hütte ist im Sommer bewirtschaftet. Hin und zurück sind das rund zwei bis drei Stunden. Baden ist in den Seen nicht üblich, das Wasser ist sehr kalt. Nehmen Sie feste Schuhe und eine Jause mit, an den Seen gibt es aber auch Gasthäuser.

Mai–Oktober

Auf einen Blick

  • Unterer See ca. 924 m, oberer See wenige Meter höher
  • Ebene Seerunden, beide Seen zusammen ca. 2 Std. mit Pausen
  • Aufstieg zur Rifugio Zacchi (1.380 m) möglich
  • Parkplätze an beiden Seen, im Sommer gebührenpflichtig
  • Lage: Fusine in Valromana, Gemeinde Tarvisio (Italien)

Unser Tipp

  • Kommen Sie an Sommerwochenenden früh am Vormittag, denn die Parkplätze an den Seen füllen sich schnell.
  • Lässt sich gut mit einer Fahrt über den Wurzenpass oder nach Kranjska Gora verbinden.
Gemona del Friuli – Dom und Altstadt170 km · 2 Std. mit dem AutoGemona del Friuli liegt am Ausgang des Tagliamento-Tals in die friulanische Ebene, rund 30 Kilometer nördlich von Udine.
Fassade des Doms von Gemona mit Fensterrosen, Christophorus-Statue und Glockenturm
Foto: Lessormore, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gemona del Friuli liegt am Ausgang des Tagliamento-Tals in die friulanische Ebene, rund 30 Kilometer nördlich von Udine. Im Mai 1976 war die Stadt das Zentrum des schweren Friaul-Erdbebens, bei dem 965 Menschen starben; die Altstadt am Hang wurde danach sorgfältig wieder aufgebaut. Über die Hauptgasse Via Bini spazieren Sie hinauf zum Dom Santa Maria Assunta. An seiner Fassade fallen die große Fensterrose und die rund sieben Meter hohe Steinfigur des heiligen Christophorus von 1331 auf. Im Inneren stehen einige Säulen bis heute leicht schief – eine sichtbar gelassene Spur der Beben.

Für Altstadt und Dom sollten Sie ein bis zwei Stunden einplanen, bequeme Schuhe helfen auf den steilen Gassen. Gemona lässt sich gut mit dem nahen Venzone verbinden, das nach dem Erdbeben ebenfalls Stein für Stein wieder errichtet wurde; zusammen ergibt das einen entspannten Tagesausflug über die Autobahn A23.

ganzjährig

Auf einen Blick

  • Dom erbaut 1290–1337, Campanile 1341–1369 (nach 1976 neu errichtet)
  • Christophorus-Statue an der Fassade, ca. 7 m hoch (1331/32)
  • Erdbeben 6. Mai 1976, Stärke 6,5, 965 Todesopfer
  • Seehöhe 272 m, rund 10.400 Einwohner

Unser Tipp

  • Parken Sie unterhalb des Zentrums und gehen Sie die letzten Meter zum Dom zu Fuß.
  • Kombinieren Sie den Besuch mit Venzone, nur wenige Kilometer weiter nördlich.
Udine – Piazza della Libertà191 km · 2 Std. 15 Min. mit dem AutoDie Piazza della Libertà ist der älteste Platz von Udine und gilt als schönster Platz venezianischer Prägung auf dem Festland.
Piazza della Libertà in Udine mit Loggia del Lionello links und dem Uhrturm über dem Portikus von San Giovanni
Foto: Udine2812, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Piazza della Libertà ist der älteste Platz von Udine und gilt als schönster Platz venezianischer Prägung auf dem Festland. Hier stehen die gotische Loggia del Lionello mit ihrem Wechsel aus weißem und rosa Stein, gegenüber der Portikus von San Giovanni mit dem Uhrturm, dessen zwei Mohren-Figuren die Stunden schlagen. Auf der erhöhten Mitte des Platzes finden Sie einen Renaissance-Brunnen, die Säule mit dem Markuslöwen, die Justitia-Säule und die Statuen von Herkules und Cacus.

Durch den Bollani-Bogen, entworfen von Andrea Palladio, geht es in wenigen Minuten zu Fuß hinauf zum Schlossberg mit den städtischen Museen und Blick über die friulanische Ebene. Für einen Tagesausflug lohnt sich die Kombination mit den Tiepolo-Fresken im Palazzo Patriarcale und einem Bummel durch die Gassen rund um Via Mercatovecchio. Typisch ist ein Halt in einer Osteria auf einen „Tajut“, ein Glas friulanischen Wein, dazu ein paar Häppchen. Planen Sie für Platz, Schlossberg und Altstadt etwa einen halben Tag ein.

ganzjährig

Auf einen Blick

  • Loggia del Lionello: gotischer Bau, Planung ab 1448
  • Uhrturm von 1527 (Giovanni da Udine)
  • Arco Bollani von 1556 nach Entwurf von Andrea Palladio
  • Platz und Altstadt ganzjährig frei zugänglich

Unser Tipp

  • Parken Sie in einer der Tiefgaragen am Altstadtrand, die Innenstadt ist weitgehend verkehrsberuhigt.
  • Am späten Nachmittag sind die Osterie rund um den Platz am lebhaftesten.

Ans Meer: Triest, Adria & Venedig 7

Grotta Gigante (Riesengrotte) bei Triest185 km · 2 Std. 25 Min. mit dem AutoIm Karst oberhalb von Triest, bei Sgonico, liegt die Grotta Gigante, eine der größten für Besucher erschlossenen Höhlen der Welt.
Blick über die beleuchtete Haupthalle der Grotta Gigante mit Tropfsteinen und Besucherweg
Foto: Schreckgespenst, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Im Karst oberhalb von Triest, bei Sgonico, liegt die Grotta Gigante, eine der größten für Besucher erschlossenen Höhlen der Welt. Ihre Haupthalle ist fast 100 Meter hoch, rund 76 Meter breit und 167 Meter lang – im Inneren hätte ein Kirchturm bequem Platz. Mitten in der Halle hängen zwei 94 Meter lange Pendel, mit denen Geologen die Gezeiten der Erdkruste messen.

Besichtigt wird die Höhle nur mit Führung, die etwa eine Stunde dauert. Der Weg ist rund 850 Meter lang und führt über je etwa 500 Stufen hinunter und wieder hinauf, für Kinderwagen und Rollstühle ist er nicht geeignet. In der Höhle hat es das ganze Jahr über 11 Grad, nehmen Sie daher auch im Sommer einen Pullover und rutschfeste Schuhe mit. Die Grotte eignet sich gut als Regenprogramm oder lässt sich mit einem Tag in Triest verbinden.

ganzjährig (März–August täglich, sonst Di–So)

Auf einen Blick

  • Haupthalle 98,5 m hoch, 76 m breit, 167 m lang
  • Führung ca. 1 Std., je rund 500 Stufen hinab und hinauf
  • Konstant 11 °C
  • März–August täglich, September–Februar Di–So; Führungen stündlich etwa 9–16 Uhr

Unser Tipp

  • Die Führungszeiten sollten Sie vorab auf grottagigante.it prüfen, im Herbst und Winter ist montags geschlossen.
  • Das kleine Höhlenmuseum vor dem Eingang ist im Ticket inbegriffen und eine gute Einstimmung für Kinder.
Triest – Piazza Unità und Kaffeehäuser188 km · 2 Std. 35 Min. mit dem AutoTriest war jahrhundertelang der Hafen der Habsburgermonarchie, und das sieht man der Stadt bis heute an.
Die Piazza Unità d'Italia in Triest am Abend mit dem beleuchteten Rathaus
Foto: Leandro Neumann Ciuffo, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Triest war jahrhundertelang der Hafen der Habsburgermonarchie, und das sieht man der Stadt bis heute an. Mittelpunkt ist die Piazza Unità d'Italia, ein weiter, zum Meer hin offener Platz zwischen Rathaus, Regierungspalast und prächtigen Bürgerhäusern. Von hier spazieren Sie auf den Molo Audace hinaus, der weit ins Meer ragt, und am Canal Grande entlang ins Borgo Teresiano. Hinter dem Platz liegen das römische Theater, die Altstadt und der Hügel San Giusto mit Kathedrale und Kastell.

Zu Triest gehört die Kaffeehauskultur: Im Caffè degli Specchi direkt an der Piazza oder im Antico Caffè San Marco von 1914, in dem einst Schriftsteller verkehrten, bestellen Sie Ihren Kaffee nach Triestiner Art, etwa einen „Capo in B“. Für einen Tagesausflug sollten Sie den ganzen Tag einplanen, die Fahrt dauert gut zweieinhalb Stunden pro Richtung. Bei Regen bieten die Cafés und Museen gute Ausweichmöglichkeiten.

ganzjährig

Auf einen Blick

  • Piazza Unità d'Italia: größter zum Meer offener Platz Europas
  • Antico Caffè San Marco, Via Cesare Battisti 18, gegründet 1914
  • Römisches Theater aus dem 1. Jh. n. Chr. mitten in der Stadt
  • Anfahrt ca. 2½ h über Villach und Udine

Unser Tipp

  • Parken Sie in einer der Parkgaragen am Hafen und erkunden Sie die Innenstadt zu Fuß.
  • Ein Abstecher zum Schloss Miramare an der Küste lässt sich gut mit dem Stadtbesuch verbinden.
  • Bestellen Sie im Kaffeehaus einen „Nero“ (Espresso) oder „Capo“ (Macchiato) – die Bezeichnungen sind in Triest anders als im übrigen Italien.
Schloss Miramare (Triest)191 km · 2 Std. 40 Min. mit dem AutoAuf einer Felsnase im Golf von Triest ließ Erzherzog Ferdinand Maximilian, der jüngere Bruder Kaiser Franz Josephs und später Kaiser von Mexiko, ab 1856 sein weißes Schloss direkt über dem Meer bauen.
Das weiße Schloss Miramare auf einer Felsnase am Meer bei Triest
Foto: Andrek02, CC0, via Wikimedia Commons

Auf einer Felsnase im Golf von Triest ließ Erzherzog Ferdinand Maximilian, der jüngere Bruder Kaiser Franz Josephs und später Kaiser von Mexiko, ab 1856 sein weißes Schloss direkt über dem Meer bauen. Heute ist es ein staatliches Museum. Sie gehen durch die original eingerichteten Wohnräume, Bibliothek und Thronsaal und sehen viele Erinnerungsstücke an Maximilian und seine Frau Charlotte. Für das Schloss sollten Sie etwa eine Stunde einplanen, für den Audioguide gilt dasselbe.

Der rund 22 Hektar große Park ist frei zugänglich. Er zieht sich mit exotischen Bäumen, Teichen und Aussichtspunkten den Hang hinauf, und unten am kleinen Hafen sehen Sie über die Adria bis Triest. Der Ausflug lässt sich gut mit einem Bummel durch Triest oder einem Badestopp in Grignano verbinden. Parkplätze am Schloss gibt es nur wenige. Viele Besucher kommen deshalb mit dem Bus Nr. 6 aus Triest oder im Sommer mit dem Schiff.

ganzjährig

Auf einen Blick

  • Schloss täglich 9–19 Uhr (Kassa bis 18.30), Park ab 8 Uhr, im Sommer bis 19 Uhr
  • Eintritt Schloss 17 € inkl. Sonderausstellung (Stand 2026), Park gratis
  • Audioguide ca. 60 Minuten (4 €, Stand 2026)
  • Erbaut 1856–1860 für Erzherzog Maximilian

Unser Tipp

  • Nehmen Sie für den Park bequeme Schuhe mit, denn die Wege gehen ziemlich bergauf.
  • Kommen Sie an Sommerwochenenden früh, weil die wenigen Parkplätze schnell belegt sind.
Piran & slowenische Küste215 km · 2 Std. 50 Min. mit dem AutoPiran liegt auf einer schmalen Landzunge an der Adria und ist bis heute deutlich venezianisch geprägt.
Blick über die roten Dächer der Altstadt von Piran mit Kirchturm St. Georg und dem Meer
Foto: Mateja jausovec, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Piran liegt auf einer schmalen Landzunge an der Adria und ist bis heute deutlich venezianisch geprägt. Mittelpunkt ist der ovale Tartini-Platz mit dem Denkmal des Geigers Giuseppe Tartini, von dort führen enge Gassen hinauf zur Kirche St. Georg mit ihrem freistehenden Glockenturm und weiter zur alten Stadtmauer, von der Sie über die Dächer bis zum Meer schauen. An der Uferpromenade können Sie baden, Fisch essen oder einfach den Booten zusehen.

Piran ist eine lange Tagestour – planen Sie den ganzen Tag ein und starten Sie früh. Die Altstadt ist für Besucher autofrei: Sie parken in der Garage Fornače vor dem Ort und gehen etwa 15 Minuten zu Fuß an der Küste entlang oder nehmen den Shuttlebus zum Tartini-Platz. In der Nähe liegen der Badeort Portorož und die Salinen von Sečovlje, wo noch heute Meersalz von Hand gewonnen wird.

Mai–September

Auf einen Blick

  • Altstadt für Besucher autofrei, Parkhaus Fornače mit rund 845 Plätzen
  • Shuttlebus Fornače – Tartini-Platz, etwa alle 15 Minuten
  • Sehenswert: Tartini-Platz, Kirche St. Georg, Stadtmauer
  • Salinen von Sečovlje und Portorož in der Nähe

Unser Tipp

  • Für die Fahrt durch Slowenien brauchen Sie eine digitale Autobahnvignette (e-Vinjeta) – kaufen Sie sie vorab online.
  • Nehmen Sie Badesachen mit: An der Promenade gibt es Einstiege ins Meer.
Grado – Altstadt, Strand und Lagune238 km · 2 Std. 55 Min. mit dem AutoGrado liegt auf einer Insel zwischen Adria und Lagune und war schon zur Zeit der Monarchie das Seebad der Österreicher.
Fußgängerzone in der Altstadt von Grado mit Lokalen und dem Glockenturm von Sant'Eufemia
Foto: British, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Grado liegt auf einer Insel zwischen Adria und Lagune und war schon zur Zeit der Monarchie das Seebad der Österreicher. Der feine Sandstrand fällt sehr flach ab und eignet sich gut für Familien mit kleinen Kindern; neben dem großen bewirtschafteten Hauptstrand gibt es auch freie Strandabschnitte. Entlang der Uferpromenade spazieren Sie bis zur Altstadt.

In den engen Gassen des Castrum steht die Basilika Sant'Eufemia aus dem 6. Jahrhundert mit ihrem Mosaikboden und dem Glockenturm, gleich daneben die Taufkapelle und Santa Maria delle Grazie. Rund um den alten Hafen finden Sie Fischlokale und Eisdielen. Vom Hafen fahren Boote in die Lagune, etwa zur Wallfahrtsinsel Barbana. Grado ist außerdem Endpunkt des Alpe-Adria-Radwegs. Für einen Tagesausflug sollten Sie früh losfahren; Badesachen und Sonnenschutz gehören ins Gepäck.

Baden Mai–September, Altstadt ganzjährig

Auf einen Blick

  • Flacher Sandstrand, Badesaison Mai–September
  • Basilika Sant'Eufemia, 6. Jahrhundert, mit Mosaikboden
  • Bootsausflüge in die Lagune, z. B. nach Barbana
  • Endpunkt des Alpe-Adria-Radwegs (Salzburg–Grado)

Unser Tipp

  • An Sommerwochenenden staut es sich bei der Einfahrt nach Grado – unter der Woche ist es entspannter.
  • Abends lohnt ein Bummel durch die Altstadt, wenn die Lokale an den kleinen Plätzen öffnen.
Lignano Sabbiadoro – Strand254 km · 3 Std. mit dem AutoLignano Sabbiadoro liegt auf einer Halbinsel zwischen der Lagune von Marano und der Mündung des Tagliamento und ist der nächstgelegene große Sandstrand an der Adria.
Sandstrand von Lignano Sabbiadoro mit Sonnenschirmen
Foto: Luigi Chiesa, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Lignano Sabbiadoro liegt auf einer Halbinsel zwischen der Lagune von Marano und der Mündung des Tagliamento und ist der nächstgelegene große Sandstrand an der Adria. Der feinsandige Strand zieht sich rund acht Kilometer lang durch die drei Ortsteile Sabbiadoro, Pineta und Riviera und fällt flach ins Meer ab – ideal für Familien mit kleineren Kindern. Liegen und Sonnenschirme mietet man an den nummerierten Strandabschnitten, dazwischen gibt es freie Bereiche.

Wahrzeichen ist die Terrazza a Mare, ein muschelförmiger Bau auf Pfählen im Meer von 1972, der derzeit neu gestaltet wird. In Pineta lohnt ein Bummel durch das spiralförmig angelegte Ortszentrum im Pinienwald, in Riviera liegt der Wasserpark Aquasplash. Für einen Tagesausflug sollten Sie früh aufbrechen, denn an Sommerwochenenden ist die Anfahrt über Udine und die A4 stark befahren.

Mai–September

Auf einen Blick

  • Sandstrand ca. 8 km, flach abfallend
  • Ortsteile Sabbiadoro, Pineta und Riviera
  • Seit vielen Jahren mit der Blauen Flagge ausgezeichnet
  • Wasserpark Aquasplash, Bootsverbindungen nach Grado und Marano

Unser Tipp

  • Fahren Sie unter der Woche – an Samstagen ist die A4 Richtung Lignano oft überlastet.
  • Wer es ruhiger mag, findet in Pineta und Riviera weniger Trubel als in Sabbiadoro.
Venedig317 km · 3 Std. 30 Min. mit dem AutoVenedig ist von Südkärnten aus ein langer, aber gut machbarer Tagesausflug.
Canal Grande mit der Rialtobrücke in Venedig
Foto: Martin Falbisoner, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Venedig ist von Südkärnten aus ein langer, aber gut machbarer Tagesausflug. Die Lagunenstadt erkunden Sie zu Fuß und mit den Vaporetti, den Wasserbussen: über den Markusplatz mit Basilika und Dogenpalast, zur Rialtobrücke am Canal Grande und durch die Gassen von Cannaregio oder Castello, wo es deutlich ruhiger zugeht als im Zentrum. Eine Fahrt mit der Vaporetto-Linie 1 den ganzen Canal Grande entlang ist die einfachste Stadtrundfahrt.

Mit dem Auto parken Sie am Piazzale Roma, auf der Insel Tronchetto oder günstiger in Mestre und fahren mit Bus oder Zug in die Altstadt. Bequem ist auch die Bahn: Ab Klagenfurt und Villach fahren Railjets über Udine bis zum Bahnhof Santa Lucia direkt am Canal Grande. Planen Sie einen ganzen Tag ein, tragen Sie bequeme Schuhe und meiden Sie nach Möglichkeit die Wochenenden im Hochsommer. An ausgewählten Tagen müssen Tagesgäste vorab online eine Zugangsgebühr bezahlen.

ganzjährig

Auf einen Blick

  • Altstadt und Lagune UNESCO-Welterbe seit 1987
  • Zugangsgebühr für Tagesgäste 2026: 5 € bei früher Buchung, sonst 10 €, an 60 Tagen April–Juli, 8:30–16 Uhr; Kinder unter 14 frei (Stand 2026)
  • Bahn: Railjet ab Klagenfurt/Villach bis Venezia Santa Lucia
  • Parken: Piazzale Roma, Tronchetto oder Mestre

Unser Tipp

  • Prüfen Sie vor der Fahrt auf cda.ve.it, ob an Ihrem Wunschtag die Zugangsgebühr gilt.
  • Wenn Sie mehr als zwei Vaporetto-Fahrten planen, lohnt sich ein Tagesticket.

Entfernungen und Wegzeiten ab unserem Haus (Lauchenholzer Straße 9) sind mit OpenStreetMap-Routing berechnet und gerundet – Richtwerte für Auto, Rad und zu Fuß. Öffnungszeiten, Preise und Termine bitte vor dem Besuch auf der offiziellen Website prüfen. Kartendaten © OpenStreetMap contributors (ODbL). Fotos: Familie Jernej, Wikimedia Commons (freie Lizenzen) – Alle Bildnachweise →

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